Röm. kath. Stadtpfarre Rottenmann

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Evangelisches Pfarramt AB

Bildschirmfoto 2016-02-11 um 15.58.56Es wird wieder Frühling. Diesmal sehnen wir uns nicht so sehr nach sonnigen Tagen, der Winter war bei uns schneearm und mild, schon im Jänner konnten wir die ersten Himmelschlüssel sehen. Trotzdem ist es wohltuend, wenn die Tage länger werden und die Sonnenstrahlen milder, wenn die Krokusse, Tulpen und Narzissen die Wiesen bunt färben und von den ersten Bienen umschwirrt werden . Wir freuen uns auf Ostern, das Fest der Auferstehung.

Zwischen Aschermittwoch und Ostern ist für Katholiken die traditionelle Fastenzeit. Der Verzicht auf Fleisch und Wurstwaren reinigt und entschlackt den Körper. Uns Evangelischen wurde kein Fastengebot auferlegt, trotzdem verzichten viele Menschen auf etwas Liebgewordenes, wie Zigaretten, Schokolade, Alkohol oder das Auto. Das ist sicher sinnvoll, die Freude auf das Ende der Fastenzeit, auf das Osterfest, wird dadurch viel größer.

Die Karwoche ist voller Traditionen. Gründonnerstag werden Ostereier bunt gefärbt. Früher gab es zu Mittag den ersten frischen Spinat, meist mit jungen Brennnesseln verfeinert, heute bekommen wir ihn tiefgekühlt das ganze Jahr. Viele Leute meinen, von dieser Speise stamme der Name, doch es ist nicht das Grünen, sondern das Greinen (Weinen, Jammern), das diesem Tag den Namen gab. Jesus wusch seinen Jüngern wie ein Diener die Füße und feierte mit ihnen das letzte Abendmahl. An diesem Abend betete und weinte er, von allen Freunden verlassen, im Garten Gethsemane. Er wusste um seinen gewaltsamen Tod und war ganz Mensch in seinem Kummer, seiner Angst. An diesem Abend wurde er verraten.

Karfreitag ist der größte Feiertag der evangelischen Christen. Wir brauchen nicht zu arbeiten und gehen zum Abendmahlsgottesdienst. Jesus, der ohne Sünde war, hat durch seinen Tod am Kreuz uns sündige Menschen mit Gott versöhnt. Er hat uns den Weg zum Vater bereitet, er hat uns zu Gottes Söhnen und Töchtern gemacht. Wir dürfen uns vertrauensvoll mit Bitten und Klagen direkt an ihn wenden :„Abba, lieber Vater!“

In der Osternacht ist der, der tot vom Kreuz genommen und in einem Grab bestattet worden war, von den Toten auferstanden. Er war ganz Mensch und ganz Gott und erschien am nächsten Morgen zuerst den Frauen, die um ihn gewesen waren, dann seinen Jüngern.

Lassen Sie uns mit den Jüngern Jesu Auferstehung feiern und uns gewiss sein: er ist auch für uns gestorben.

Ihre Dr. Christa Lerch


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